Kurzbiografien der Referenten – Übersicht

Posted on Aug 20, 2014

Referenten und Veranstalter

claudia_finalClaudia Fischer, Jahrgang 1966, ist Medienpädagogin und arbeitet als freie Journalistin für Fernsehen, Radio, Print- und Onlinemedien. Sie ist Film- und Buchautorin, Moderatorin und Dozentin/Referentin in der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung. Seit 2001 beschäftigt sie sich in der Berichterstattung und Weiterbildung überwiegend mit den Themen sexualisierte Gewalt, Dissoziative Identitätsstörung (so genannte „Multiple Persönlichkeiten“, z.B. Film „Ein Körper mit System“), Journalismus und Trauma. Sie arbeitet dabei sowohl mit Journalist/innen als auch mit Therapeut/innen und Justizangehörigen wie z.B. Bewährungshelfer/innen zusammen. Für das Dart Centre ist sie seit 2006 kontinuierlich immer wieder als Trainerin und Autorin tätig. Von 2007 bis 2010 lebte sie als Freie Auslandskorrespondentin für die ARD in Edinburgh/Schottland. http://www.verstandenwerden.de

StefStefanie Friedhoff, deutsch-amerikanische Journalistin und Autorin. Sie arbeitet als „Assistant Director for Programming and Special Projects“ der Nieman Foundation für Journalismus an der Harvard Universität, wo sie  das Trauma und Journalismus-Programm leitet.  In Zusammenarbeit mit dem Dart Center for Journalism and Trauma an der Columbia Universität in New York entwickelte Friedhoff interdisziplinäre Konferenzen zu den Themen Trauma, Journalismus und Storytelling und der Entwicklung von Materialien für Journalisten.  In 2009 veröffentlichte sie zudem den Internet-Ratgeber coveringflu.org.  Vor ihrer Arbeit mit der Nieman Foundation war Friedhoff zehn Jahre lang im deutschen Tageszeitungs- und Magazinjournalismus in Berlin tätig, bevor sie sich als freie Korrespondentin und Wissenschaftsautorin in Cambridge, Massachusetts, selbstständig machte. Ihre Reportagen und Berichte aus den USA erschienen unter anderem in der Süddeutschen Zeitung, Focus, Folio/Neue Zürcher Zeitung und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Seit 2002 schreibt Friedhoff zudem für das Time Magazin. Im Sommer 2000 wurde sie mit einem Nieman Fellowship an der Harvard Universität ausgezeichnet.

Thog-blog porträtThomas Görger (52) ist freier Autor/Reporter mit Schwerpunkt elektronische Medien vor allem für verschiedene Nachrichten-, Magazin- und Reportage-Formate des WDR-Fernsehens und Trainer im Bereich Fernseh-Live-Berichterstattung für die ARD.ZDF medienakademie. Einsätze als Sonder-Korrespondent für TV und Hörfunk in Krisen- und Katastrophengebieten führten ihn seit 1999 in die Türkei, nach Mozambik, Indien, Sri Lanka, Haiti, Pakistan, Kenia und zuletzt auf die Philippinen. Als Autor einer WDR-Dokumentation zum Thema „Trauma im journalistischen Alltag“ und bei Seminaren und Trainings in Zusammenarbeit mit dem Dart Centre in Köln befasste er sich mit den besonderen Anforderungen an einen achtsamen Journalismus, aber auch mit den oft unerwarteten Risiken für Reporter und Teams im Alltag der lokalen und regionalen Berichterstattung. http://www.thomas-goerger.de/

Kromschroeder_finalGerhard Kromschröder war Reporter und Nahost-Korrespondent des Stern mit Sitz in Kairo und berichtete u.a. im ersten Irak-Krieg als einziger deutscher Printjournalist aus dem bombardierten Bagdad. 1941 in Frankfurt am Main geboren, studierte er dort Germanistik, Soziologie und Kunstgeschichte. Er ging als Lokalredakteur ins Emsland, wurde danach stellvertretender Chefredakteur des legendären Frankfurter Satireblattes Pardon. Als Reporter des Stern machte er sich einen Namen als investigativer Journalist mit seinen verdeckten Recherchen, unter anderem unter alten und neuen Nazis, zur Flick-Spendenaffäre oder zu Umweltskandalen. Immer wieder widmete er sich riskanten Nachforschungen zu terroristischen Aktivitäten im In- und Ausland und fuhr für journalistische Einsätze in verschiedenste Krisengebieten. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher (u.a.: „Bilder aus Bagdad – Mein Tagebuch“, „Ach, der Journalismus – Glanz und Elend eines Berufsstandes“) und wurde auf die „Theodor-Herzl-Dozentur für Poetik des Journalismus“ der Universität Wien berufen. Demnächst erscheint ein Lehrbuch zum Kriegs- und Krisenjournalismus in der Journalismus-Bibliothek des Herbert-von-Halem-Verlags. Kromschröder lebt als freier Autor in Hamburg.

Gisela_Mayer thumbnailGisela Mayer hat Philosophie, Psychologie und Kristallographie studiert und einen Sonderstudiengang auf Empfehlung des Dekans der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), München absolviert. Nach Studienabschluss blieb sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin dort. Später unterrichtete sie am Oskar-von Miller-Gymnasium in München, im Auftrag der LMU. Sie ist Autorin des philosophischen Lehr- und Lesebuchs „Von Platon bis heute“ und Stipendiatin der Konrad-Adenauer-Stiftung. 2009 war sie Mitgründerin des Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden – Stiftung gegen Gewalt an Schulen. 2010 veröffentlichte sie ihr Buch „Die Kälte darf nicht siegen“. Seit 2012 ist sie im Vorstand der „Stiftung gegen Gewalt an Schulen“. http://www.stiftung-gegen-gewalt-an-schulen.de/

Christian-Möller  thumbnailChristian Möller (M.A.) forscht und arbeitet seit 1997 zu allen Themen der Informationsgesellschaft. Nach dem Studium der Medienwissenschaften, der neueren deutschen Literatur und des öffentlichen Rechts an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel war er in vielfältigen Funktionen, unter anderem bei regionalen Hörfunksendern, Medienregulierungsbehörden, internationalen Organisationen und diplomatischen Missionen im In- und Ausland tätig und ist Lehrbeauftragter im Fachbereich Medien der Fachhochschule Kiel. Zudem war er im Jahr 2012 Academic Fellow des Dart Center for Journalism and Trauma an der Columbia University Graduate School of Journalism. Mehr unter: http://www.theinformationsociety.org

 

FrankNipkau_thumbnailFrank Nipkau war von 1993 bis 1998 Redakteur beim Westfalen-Blatt in Bielefeld. Von 1998 bis 2002 leitete er die Lokalredaktion Cottbus der Lausitzer Rundschau. Seit 2002 ist er Redaktionsleiter des Zeitungsverlages Waiblingen (Waiblinger Kreiszeitung, Schorndorfer Nachrichten, Winnender Zeitung, Welzheimer Zeitung). Für die Berichterstattung über den Amoklauf wurde die Redaktion mit dem Deutschen Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgezeichnet. Mehr unter: http://www.zvw.de/


gavin_Rees_thumbnail1Gavin Rees,
Journalist und Dokumentarfilmer, ist Direktor des Dart Centre Europe, eines Projektes der journalistischen Fakultät an der Columbia University in New York. Rees produzierte diverse politische und wirtschaftliche Nachrichtenformate für US-amerikanische, britische und japanische Fernsehsender sowie Drama- und Dokumentarfilme für die BBC, Channel 4 und weitere Filmproduktionshäuser.  Im Rahmen eines Stipendiums an der Media School der Universität Bournemouth forschte Rees, wie Journalisten über Gewalt und Tragödien berichten. Rees ist Beiratsmitglied der  „European Society of Traumatic Stress Studies and the UK Psychological Trauma Society.“

Fee-Rojas_thumbnailFee Rojas, Jahrgang1965, arbeitet freiberuflich als Trainerin, Psychotherapeutin und Coach in Hannover. Sie trainiert Journalisten von ARD und ZDF zum Thema „Umgang mit extremen Belastungssituationen“ und berät Journalisten bei der Frage, wie ein selbst- und fremdfürsorglicher Umgang mit traumatisierten Interviewpartnern aussehen kann, oder auch, wie man eigene traumatische Ereignisse integriert. Ihre Arbeitsschwerpunkte in ihrer systemisch-lösungsorientierten Praxis sind Auftrittsstress, Medientraining, Selbstwerttraining, Umgang mit persönlichen Krisen und Umbrüchen sowie die Integration von Extremerlebnissen im Beruf (z.B. Entführung, Überfall etc.). Von 2000 bis 2006 war sie Redakteurin und Trainerin der ARD-ZDF Medienakademie (früher ZFP). 2006 hat sie die erste ARD-ZDF Konferenz zum Thema „Trauma und Journalismus“ in Deutschland  veranstaltet. Ebenfalls 2006 hat sie erste Journalisten-Trainings zu diesem Thema im Rahmen der ARD-ZDF-Medienakademie zusammen mit Mark Brayne (ehemaliger Direktor Dart Centre London) angeboten.  Heute arbeitet Fee Rojas freiberuflich als Trainerin und Coach. Von 1996 bis 2000 war Fee Rojas als Feste und Freie beim WDR tätig, wo sie auch volontierte. Sie studierte in Bonn und Essen Kommunikationsforschung, Soziologie und Ethnologie.

Kerstin-ST_pic-738x1024Dr. Kerstin Stellermann-Strehlow, geb. 1972, studierte Sonderschulpädagogik parallel zu Ihrem Studium der Humanmedizin an der Universität Köln. Sie ist promovierte Fachärztin für Kinder und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie sowie zertifiziert in der speziellen Psychotraumatherapie (EMDR-KJ (Supervisorin), Kid-net) für Kinder und Jugendliche und mental health in complex emergencies (LSHTM, London). Ihre psychotherapeutische Ausbildung absolvierte sie in London, Südafrika und Hamburg. Sie hat in den verschiedensten Ländern gearbeitet, die durch emotionales Trauma beeinträchtigt sind, u.a. in Südafrika, Kosovo oder Alaska. 2002 bis 2007 baute sie mit der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf (UKE) und der Stiftung Children for Tomorrow in den Townships von Kapstadt ein psychotherapeutisches Versorgungsprojekt für schwer traumatisierte Kinder, ihre Familien und Helfern mit auf. Von 2007-2013 arbeitete Dr. Stellermann-Strehlow als Oberärztin am UKE in Hamburg und etablierte dort u.a. in Kooperation mit dem Institut für Rechtsmedizin die Sprechstunde Gewalt und Trauma. Von April 2013 bis Oktober 2014 arbeitete sie als leitende Oberärztin an der Fachklinik der Vorwerker Diakonie in Lübeck. Seit November 2014 arbeitet Dr. Stellermann-Strehlow wieder am UKE als Oberärztin im Bereich Jugendsucht und Trauma sowie als Leiterin der Sprechstunde Trauma.
Sie arbeitet als Dozentin und ist Mitentwicklerin des Online Kurses www.medicalpeacework.com.

Petra Tabeling thumbnailPetra Tabeling ist Koordinatorin des Dart Centres für Trauma und Journalismus in Deutschland, freie Journalistin, Autorin, Moderatorin und Projektmanagerin. Nach dem Studium der Germanistik, Anglistik und der Allgemeinen Literaturwissenschaft sowie Medienplanung, -entwicklung und –beratung und wissenschaftlicher Mitarbeit in der Medienforschung, volontierte sie 2001 bei der Deutschen Welle, wo sie anschließend als Redakteurin tätig war. Danach berichtete sie für diverse Medien wie dem WDR, DLF, FAZ, NZZ aus mehreren Ländern zu migrations- und (kultur)politischen Themen, aus Irland/Nordirland bereits seit 15 Jahren. Sie engagiert sich bei Reporter ohne Grenzen und spezialisierte sich seit 2006, dem Jahr ihres Dart Center Ochberg Fellowships, und einem anschließenden  Heinz-Kühn-Stipendium, welches sie nach Indonesien führte, auf Arbeitsbedingungen von Journalisten in Krisengebieten. Sie begründete unter Mark Brayne (BBC), Dart Centre Europe Direktor, das deutsche Büro in Köln. Seither trainiert sie Studenten und Volontäre, forciert Kooperationen und Ressourcen für einen sensibleren Umgang in den Medien, ist Jurymitglied des Journalistenpreises des Weissen Rings und Beiratsmitglied des Forschungsverbundes Target (Tat- und Fallanalysen hochexpressiver zielgerichteter Gewalt) der FU Berlin im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Sie produziert und schreibt weiterhin Beiträge und Publikationen (u.a. für den WDR, DLF u.a.). Mehr unter: http://www.mediapark-sued.de/tabeling.html und http://dartcenter.org/german